Am 30. Oktober 2024 beschloss die Gesamtkonferenz unserer Schule: Das Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium strebt den Status einer UNESCO-Projektschule an. Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland umfasst über 300 Schulen und Bildungseinrichtungen. Ende des Jahres wurden unsere Bemühungen belohnt und es erfolgte die Aufnahme als „interessierte Schule“ in das Netzwerk der 22 rheinland-pfälzischen UNESCO-Schulen.

UNESCO-Projektschulen integrieren die Ziele und Werte der UNESCO in ihr Schulprofil und in den Alltag: die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie fördern internationale Verständigung, Frieden, Menschenrechte, Umweltbewusstsein, Welterbe und interkulturelles Lernen. Sie lehren nicht nur, sondern leben diese Werte im Schulalltag. Dieser ganzheitliche Ansatz, der „whole school approach“, soll nun gemeinsam mit Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung weiter erarbeitet werden.

Unsere bisherigen Schwerpunkte in den Bereichen Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education führten zu der Anerkennung als „interessierte Schule“ durch die Landes- und Bundeskoordination der UNESCO-Schulen. Beispielhaft können unsere Klassenräte als Teil der Demokratieerziehung, das nachhaltige Schülerkiosk, unsere Projektwochen zu den UNESCO-Zielen sowie unsere Austauschprogramme mit Rom und Slowenien genannt werden. Nach zwei Jahren als interessierte Schule hoffen wir den Status „mitarbeitende Schule“ auf der Bundesebene zu erhalten, um nach weiteren zwei Jahren in das weltweite Netzwerk der „anerkannten UNESCO-Projektschulen“ aufgenommen zu werden.

Lothar Spilke

Der Weg zur vollständigen Anerkennung als UNESCO-Projektschule

Der Weg zur Projektschule verläuft in drei Stufen:

  1. Interessierte Schule auf Länderebene
  2. Mitarbeitende Schule auf nationaler Ebene
  3. Anerkannte UNESCO-Projektschule im weltweiten Netzwerk

Der Zertifizierungsprozess dauert vier bis sechs Jahre. Die erste Stufe erreichten wir am 5. Dezember 2024. In zwei Jahren beantragen wir die Anerkennung als „mitarbeitende Schule“. Nach Erreichen der dritten Stufe muss alle fünf Jahre ein Antrag auf Fortbestehen gestellt werden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Umsetzung dieses Projekts stellt eine große Herausforderung dar. Es ist kein leichter Weg, aber er bietet der Schule viele Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn die jetzigen und zukünftigen Fünftklässler das KRG mit dem Abitur verlassen, sollen sie stolz berichten können, dass sie an einer UNESCO-Projektschule lernten. Sie könnten offen für andere Kulturen sein, sich für Nachhaltigkeit einsetzen, die Demokratie verteidigen und Menschenrechte fördern. Sie sollen sich nicht nur als Deutsche, sondern als Weltbürger verstehen, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Der bisherige Weg:

23.04.24:           Vorstellung im Schulausschuss (SEB, SV, Lehrer und Schulleiter)

02.05.24:           Vorstellung auf der Gesamtkonferenz

05.06.24:           detaillierte Vorstellung im SEB

26.06.24:           Demokratietag der UNESCO-Projektschulen RLP auf dem Hambacher Schloss

30.10.24:           Beschluss der Gesamtkonferenz