Was machen, wenn eine Person nicht mehr ansprechbar ist? Oder wenn diese Person sogar nicht mehr atmet? – Das haben wir Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen am Dienstag, 21.1.2020 mit dem zweiten Teil des Modellprojekts „Schüler retten Leben“ gelernt. Ja, genau das ist das Stichwort: Auch Schülerinnen und Schüler können Leben rettten! Unsere Grundausbildung dazu haben wir bereits erhalten. Damit gehört das KRG zu den ersten Schulen in Rheinland-Pfalz, die schon zwei komplette Jahrgänge in Wiederbelebung ausgebildet haben.

Unter fachkundiger Anleitung von Professor Dr. D. Vagts, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Marienhaus Klinikums Hetzelstift in Neustadt, zwei Medizinstudierenden kurz vor dem Examen, drei Mitgliedern des KRG-Schulsanitätsdienstes und Pfarrerin Dr. Schatull (Trainerin für Laienreanimation) lernten und übten wir Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen die Grundschritte der Reanimation und den Umgang mit einem Defibrillator (AED). Wiederholt wurde in dieser Einheit das Prüfen/Rufen/Drücken: Erkennen eines Herz-Kreislauf-Stillstands/Notruf 112 absetzen/durchführen der beständigen Herzdruckmassage bis zur Übergabe des Patienten an den herbeigerufenen Rettungsdienst.

Dass die Ausbildung in Wiederbelebung so wichtig und selbstverständlich ist, wie lesen und schreiben, war allen schnell klar, aber dass es auch anstrengend sein kann, zeigte sich nach zwei Minuten durchgehender Herzdruckmassage – da kamen die meisten Jugendlichen ein bisschen ins Schwitzen. „Naja, Leben retten ist ja auch kein leichter Job, aber um ein Leben zu retten, da lohnen sich diese paar Minuten Anstrengung auf jeden Fall!“ Darin waren sich alle neuen Lebensretter/innen einig.

von Sona Nikalayan und Dr. Nicole Schatull