Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Kolleginnen, Kollegen und Eltern,

seit dreieinhalb Wochen sind wir, obwohl eigentlich Unterrichtszeit gewesen wäre und es einige schöne außerunterrichtliche Veranstaltungen gegeben hätte, nicht mehr in der Schule bzw. nicht mehr persönlich zusammengekommen. Das ist ein massiver Einschnitt in unserer Erfahrung, und neben der Begeisterung über die Möglichkeiten des digitalen Austauschs mischt sich berechtigte Skepsis, dass bei dieser Art der Kommunikation, sogar bei Konferenzschaltungen und Kurzfilmen, einiges auf der Strecke bleibt.

Von den vielen Gedanken, die uns jetzt umtreiben, möchte ich einige in diesem Ostergruß festhalten.
Die Lehrerinnen und Lehrer haben angesichts der Umstellung der Unterrichtsmethoden größtenteils mehr gearbeitet, als es Ihnen die Begegnung von Angesicht zu Angesicht abverlangt hätte, – die Schülerinnen und Schüler und die Eltern genauso, zumindest wenn es ihnen die Umstände irgendwie gestattet haben.
Für viele Familien nämlich kamen zu der dauernden Anwesenheit daheim noch weitere Sorgen hinzu: bei den einen eine enorme Arbeitsbelastung, bei anderen die Sorge um die berufliche Zukunft. Was nicht telefonisch oder per Internet erledigt werden kann, bleibt oft liegen – auf dem Schreibtisch und auf der Seele.

Mehrere handfeste und hilfreiche Maßnahmen und Aussagen gab es von Seiten des Ministeriums:
• die Einrichtung der Plattform Schoolbox
• die Klarstellung, dass angesichts der Chancenungleichheit die Zeit des Homeoffice nicht die Zeit der Leistungsüberprüfungen ist (wie es die Schulleitung ja schon einige Tage vorher deutlich gemacht hatte, um unnötigen Druck von den Familien zu nehmen, die nicht gut mit der neuen Lage zurechtkamen),
• die Klärung betreffend Leistungsfeststellung und Versetzung je nach Dauer der Schulschließung,
• die Klärung über den Umgang mit gebuchten Schulfahrten
• und schließlich die gestern auf der Homepage eingestellten Hinweise auf Hilfsangebote.

In den Ferien werden wir Nachrichten erhalten, wann es wie in der Schule weitergeht. Selbstverständlich werden Sie – wenn wir es nicht sowieso alle gemeinsam aus den Medien erfahren – wie schon bisher alle offiziellen Mitteilungen, die die Schulleitung über EPoS erhält, weitergeleitet bekommen. Die Homepage bleibt auch in den Ferien die Nachrichtenquelle für die ganze Schulgemeinschaft.

Soweit es möglich ist, sollten wir die vor uns liegenden knapp zwei Wochen Ferien – zumal die Feiertage – als Erholungszeit gestalten. Gerade die Osterbotschaft als Zusage an alle Menschen ist in Krisen wie der gegenwärtigen tragfähig, weit mehr als manche Vergnügung, die uns sonst vielleicht fröhlich und lustig macht.
Seien Sie gewiss, dass sich Schulleitung und Kollegium auf die verschiedenen Möglichkeiten des Fortgangs nach den Ferien vorbereiten und dass von dem, was in Bezug auf die Schule in Schieflage geraten ist, was immer in unseren Kräften steht, abgefangen wird.

Ich wünsche Ihnen allen die Möglichkeit, in den kommenden Tagen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich zur Ruhe zu kommen, außerdem viel Kraft und Geduld und alles erdenklich Gute
Lenelotte Möller