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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Vor den Herbstferien hatte der ev. Religionskurs MSS 13 von Frau Dr. Schatull zusammen mit einigen interessierten evangelischen Schülern auf Einladung der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) die Gelegenheit, an der Heidelberger Universität einen Vortrag zum Thema "Theologie und Naturwissenschaft" von Theologie-Professor Michael Welker zu erleben.

Wir trafen uns also am Bahnhof Neustadt Böbig und nach einer recht ereignislosen Zugfahrt stiegen wir in Heidelberg am Altstadtbahnhof aus der S-Bahn und machten uns auf den Weg zur neuen Universität. Dort angekommen wurde die günstige Gelegenheit genutzt vor dem Portal des Gebäudes ein Gruppenfoto aufzunehmen. Nachdem dies geschehen war betraten wir die Universität und wurden zügig zuerst in eins der oberen Stockwerke geleitet und anschließend in einen Hörsaal bugsiert in dem die bereits vor uns angekommenen anderen Schulen die hinteren Plätze belegt hatten. Etwas zögerlich setzten wir uns also in die vorderen Reihen und warteten ab was nun geschehen würde.

Keine zwei Minuten später ging es auch schon los: Zuerst verblüffte uns Herr Prof. Welker mit der Frage was wir denn zum Thema "Theologie und Naturwissenschaft" gerne wissen wollten und sorgte für einen kurzen Moment unangenehmer Stille im Saal. Dann jedoch legte er mit seinem Vortrag los und (nahezu) jeder hörte ihm gespannt zu. Der Vortrag beinhaltete viele Informationen über seine Arbeit als Forscher zum Thema, und die Methodik die er und seine Wissenschaftlergruppe sich erarbeitet hatten.

 

Fünf Thesen wurden im Laufe der Zeit immer wieder besonders hervorgehoben:

  • Der gemeinsame Ausgangspunkt von Theologie und Naturwissenschaft ist das Staunen.
  • Beide Felder sind so komplex, dass ein echter Dialog sehr herausfordernd ist.
  • Wichtig ist es Themen zu finden, zu denen beide Beteiligten etwas zu sagen haben.
  • Vorurteile müssen unter die Lupe genommen und ausgeräumt oder zumindest vermindert werden.
  • Das klassische Denken "Theologie oder Naturwissenschaft" hilft nicht sondern muss zugunsten von Kohärenz und Komplexität aufgegeben werden.

Der Vortrag wurde mit der Beantwortung unserer Fragen im Plenum weitergeführt, und auch danach standen sowohl Herr Prof. Welker als auch einige Studenten zur Beantwortung von Fragen im persönlichen Gespräch zur Verfügung. Letztere beleuchteten das Studium an der Heidelberger Universität näher und veranstalteten danach eine Stadtführung. Nachdem die Führung nicht mehr zum verpflichtenden Teil gehörte und uns Heidelberg sehr wohl bekannt war, endete die Exkursion für viele von uns an dieser Stelle und unsere Gruppe spaltete sich auf um Zuhause, bei der Orchesterprobe oder in örtlichen Restaurants nach dieser informativen, aber auch anstrengenden Exkursion ihre Ruhe zu finden.