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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Am Dienstag, 13. Juni 2017, unternahmen die Religions- und Ethikklassen 7ab in Begleitung von Frau Weisbrodt, Frau Friedberg und Frau Neuner eine Exkursion zu den jüdischen Spuren in Speyer.

Wir, die katholische Religionsklasse, wurden am Dom von unserer Gästeführerin Sabrina Albers abgeholt. Zuerst hat sie uns in die alte, schon fast komplett zerstörte Synagoge geführt und dort über die Geschichte des Judentums in Speyer informiert. Frauen und Männer beteten getrennt. Außerdem wurde diese Synagoge nicht von den Juden selbst erbaut, weil sie in dieser Zeit nicht das Recht hatten, als Handwerker tätig zu sein.

Direkt neben der Synagoge führte eine lange Treppe aus Sandsteinen tief hinunter in das Kaltbad, die Mikwe. Die Treppenstufen hatten absichtlich eine unterschiedliche Größe, da die Juden davon überzeugt sind, dass nur Gott perfekte Dinge schaffen kann. Wir durften die Treppenstufen ganz hinunter bis vor das Wasserbecken treten. Wenn man sich dort reinigen wollte, legte man die Kleidung ab und tauchte komplett unter.

Danach sind wir mit ihr durch die Maximiliansstraße gelaufen: Dort hat sie uns gezeigt, welche Gebäude ursprünglich jüdischen Familien gehörten, es war fast jedes dritte Haus. Danach sind wir zur neuen Synagoge gegangen. Wir Jungs sollten uns mit einer Kippa die Köpfe bedecken, als Zeichen dafür, dass eine höhere Macht über uns steht. Anschließend hat sie uns erklärt, wie jüdische Gottesdienste ablaufen und wo die Tora, die heilige Schrift der Juden, aufbewahrt wird. Um den Raum zu heiligen, hängen Juden eine Mesusa an den Eingang.