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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

… heißen die 3 Jugendlichen, deren Lebensschicksale in der Ausstellung missio for life vom 25.-28. Oktober thematisiert wurden.  Die Geschichten greifen auf wahre Begebenheiten zurück. Insgesamt 10 Klassen/Kurse des KRG konnten die Ausstellung besuchen. Die Klasse 10 c/d kath. Religion war besonders begeistert: „Ich kann diese Ausstellung auf jeden Fall weiterempfehlen, da man mit modernen Medien arbeitet und die Schicksale richtig nachempfinden kann. Man versteht die missliche Lage viel besser, als wenn man nur einen Vortrag hören würde. Insgesamt war es die beste, spannendste und coolste Ausstellung für Jugendliche, in der ich je war“, sagte Johanna.

Im Beispiel von Renu ging es um den Wert der Frau: Die aus Indien stammende junge Frau wurde mit der traditionellen Mitgift an von ihren Eltern ausgewählten Mann verheiratet. Renu stand unter großem Druck, der neuen Familie Ehre zu machen und die Mitgift wert zu sein, die noch immer bei der Hochzeit gezahlt wird. Ist dies nicht der Fall, wird man wie im echten Leben von Renu oft einfach aus dem Weg geschafft: Ihre Schwiegermutter versuchte sie zu verbrennen und es wie ein Küchenunfall aussehen zu lassen. Renu überlebte glücklicher Weise und fand bei einem Projekt von missio für misshandelte Frauen Schutz, nachdem sie selbst von ihrer eigenen Familie verstoßen wurde.
Mercedes stammt aus einer Blechhütte auf den Philippinen. Sie durfte nicht zur Schule gehen, sondern musste sich um den Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmern. Von ihrem alkoholsüchtigen Vater wurde sie eines Tages in Hoffnung auf ein besseres Leben und Einkommen für wenig Geld weggegeben, gelangte allerdings in ein Bordel, wurde zur Prostitution gezwungen, vergewaltigt und erwartete schließlich ein Kind. Sie floh und wurde schließlich von einer Ordensschwester aufgenommen.

 

Paulo von den Philippinen lebte auf einer Müllhalde, nachdem er von zu Hause floh, da er oft verschlagen wurde. Die vielen giftigen Dämpfe schwächten seine Lunge und die Arbeit sorgte für höllisch schmerzende Füße. Da er mit dem Müll, den er nach Verwertbarem durchsuchte, nicht genug Geld bekam und Hunger litt, musste er stehlen um sein Überleben zu sichern. Nachdem er eines Tages erwischt wurde, kam er ins Gefängnis und geriet in weitere Abhängigkeiten. Eine Organisation, die missio unterstützt, brachte ihn schließlich in ein Haus für Jugendliche und kümmert sich nun um ihn.

An jeder Station gab es interaktive Aufgaben zu erledigen, dadurch konnten wir uns besser in das Leben der Persönlichkeiten hineinversetzen. Mit Hilfe von I-Pads und das Einscannen von QR-Codes durchlebten wir ihre Lebensgeschichten, indem wir verschiedene Aufgaben rund um die Kultur und den Alltag bearbeiteten. Beispielsweise suchten wir auf einem drapierten Müllberg nach recyclebaren Stoffen, die uns noch Geld einbringen würden.  Ein besonderer Anreiz für Schüler war, das es einen kleinen Wettkampf gab, wer in den Rollen von Renu, Paulo und Mercedes besser agierte: „Es war eine sehr informative und interessant gestaltete Ausstellung, in der man sich zu keinem Zeitpunkt langweilte!“ bestätigten Max, Luis und Michel. Zuletzt haben wir alle die Möglichkeit bekommen, den Jugendlichen Postkarten zu schreiben, um ihnen eine Botschaft für ihr weiteres Leben mit auf den Weg zu geben. „Weil man aktiv mitarbeiten konnte und man sich so das Leben der Jugendlichen besser vorstellen konnte, hat uns persönlich die Ausstellung sehr gut gefallen. Die Ausstellung regt auch langfristig zum Nachdenken an!“ meinten Susanne, Julie und Lorena.

Alle drei Schicksale haben etwas gemeinsam: Sie hatten Dank der Hilfsprojekte die Chance ein besseres und glücklicheres Leben zu führen. Missio unterstützt solche Projekte, die tagtäglich versuchen Menschen aus ihren schlimmen Lebenslagen herauszuholen. Die Ausstellung steht im Kontext des Philippinenprojektes am KRG und bildet den Abschluss der Kooperation im Zuge des diesjährigen Weltmissionssonntages mit dem Beispielland Philippinen. Unser philippinischer Gast, Danny Pilario, der Menschen mit Projekten auf dem Müllberg Payatas im Großraum Manilas unterstützt, hatte uns schon vor den Herbstferien über die Lage und das Leben vor Ort informiert, sodass die Ausstellung über das Schicksal von Paulo nun konkret daran anknüpft. Wir bedanken uns beim Bistum Speyer und missio, dass von Ihnen die Kosten der Ausstellung übernommen wurden und der Besuch somit für unsere Schüler kostenfrei war.