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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Wer bin ich? Was macht mich aus? Mit diesen und noch anderen Fragen beschäftigten wir uns auf den Besinnungstagen.

Am Mittag des 21. Aprils, versammelten sich 23 schwerbepackte Schüler/innen der zwölften Jahrgangstufe im Raum 112, um die letzten Details der anstehenden Besinnungstage zu besprechen. Den Einstieg hierfür bildete eine Dokumentation über die Geschichte des Islam. Das Thema „Islam“ hatten wir uns als Schwerpunktthema für die Besinnungstage gewählt. Danach machten wir uns mit dem Zug auf den Weg zu der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Dort erwartete uns Herr Ulrich Schäfer, um uns in der Moschee herumzuführen. Nachdem uns der vielbereiste Theologe aufforderte, alle Fragen, die uns beschäftigten, zu stellen, gab es kein Halten mehr: Es folgte eine erkenntnisreiche Diskussion, bei der die geschichtlichen Gemeinsamkeiten der drei Weltreligionen deutlich wurden. Auch die Rolle der Frau im Islam und die jeweiligen extremistischen Tendenzen der verschiedenen Religionen wurden zur Sprache gebracht. Herr Schäfer, der lange Zeit in Amerika und Japan gelebt hatte, überzeugte durch sein breitgefächertes Fachwissen. Es wurde immer wieder deutlich, dass die Moschee seit Jahrzehnten ein Ort des Austauschs ist: Hier kommen sich verschiedene Kulturen durch Dialog näher und Vorurteile können beseitigt werden.

Nach diesem gelungenen Besuch in der Moschee machten wir uns auf den Weg nach Heidelberg-Ziegelhausen, wo wir in einem Selbstversorgerhaus des KJG untergebracht waren. Nachdem die Zimmer verteilt und das Essen zubereitet war, fanden wir uns zum gemeinsamen Abendessen zusammen. Danach trafen wir uns im Gruppenraum, wo wir nacheinander unseren persönlichen Gegenstand vorstellten, den wir mitbringen sollten. Mit den Gegenständen waren Geschichten verbunden, welche allesamt interessant und teilweise auch sehr emotional waren. Nach diesem etwas ernsteren Teil ließen wir den Abend mit Gesang unter Begleitung Frau Schweighoffers an der Gitarre ausklingen.

„Frisch und munter“ trafen wir uns am nächsten Morgen zum Frühstück. Der erste Programmpunkt des Tages „Wer bin ich ?“ nahm einige Zeit in Anspruch. Jeder sollte ein Plakat gestalten, welches Stärken, Schwächen, Hobbies und Alltägliches enthalten sollte. In Kleingruppen stellten wir diese Ergebnisse dann vor. Oft erfuhr man Dinge, die man noch nicht wusste und Eindrücke über Personen änderten oder vervollständigten sich. Zudem war es sehr schön, sich abseits vom Alltagsstress in Ruhe eingehend mit der eigenen Persönlichkeit auseinander setzen zu können.

Nach dem Mittagessen durften wir einem sehr interessanten Vortrag von Herr Dr. Wenz lauschen, der uns über Salafismus und Dschihadismus informierte. Schon in der gemeinsamen Kaffeepause bildeten sich kleinere Gesprächsgruppen und danach eine große Diskussions- und Gesprächsrunde. Nach einer kleinen Mittagspause und anschließendem Abendessen trafen wir uns wieder in unserem Gruppenraum. Unsere abendliche Aufgabe bestand darin, ein Theaterstück, Standbild oder Lied zu entwickeln, dass sich mit einem der Themen, die wir behandelt hatten, beschäftigte. Die Ergebnisse trugen die Gruppen dann vor und es war erstaunlich, was in nur einer Stunde so alles entstehen kann. Danach ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Am Sonntag, dem letzten Tag unserer Freizeit erwartete uns eine sehr schöne Aufgabe.

Nach dem Frühstück trafen wir uns zum letzten Mal im Gruppenraum und jeder bekam ein kleines Büchlein. Die folgende Stunde verbrachten wir nun damit, jedem etwas Nettes in sein Büchlein zu schreiben. Wenn man nun sein Buch aufschlägt, entdeckt man zahlreiche liebevoll geschriebene Texte, die einem zum Lächeln aber auch zum Weinen rühren. Dieser letzte Tag beendete eine sehr schöne Fahrt, mit drei sehr angenehmen Lehrkräften und einer bunt gemischten Schülergruppe.