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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Hörsaal statt Klassenzimmer

Vor den Herbstferien hatte der ev. Religionskurs MSS 13 von Frau Dr. Schatull zusammen mit einigen interessierten evangelischen Schülern auf Einladung der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) die Gelegenheit, an der Heidelberger Universität einen Vortrag zum Thema "Theologie und Naturwissenschaft" von Theologie-Professor Michael Welker zu erleben.

Wir trafen uns also am Bahnhof Neustadt Böbig und nach einer recht ereignislosen Zugfahrt stiegen wir in Heidelberg am Altstadtbahnhof aus der S-Bahn und machten uns auf den Weg zur neuen Universität. Dort angekommen wurde die günstige Gelegenheit genutzt vor dem Portal des Gebäudes ein Gruppenfoto aufzunehmen. Nachdem dies geschehen war betraten wir die Universität und wurden zügig zuerst in eins der oberen Stockwerke geleitet und anschließend in einen Hörsaal bugsiert in dem die bereits vor uns angekommenen anderen Schulen die hinteren Plätze belegt hatten. Etwas zögerlich setzten wir uns also in die vorderen Reihen und warteten ab was nun geschehen würde.

Keine zwei Minuten später ging es auch schon los: Zuerst verblüffte uns Herr Prof. Welker mit der Frage was wir denn zum Thema "Theologie und Naturwissenschaft" gerne wissen wollten und sorgte für einen kurzen Moment unangenehmer Stille im Saal. Dann jedoch legte er mit seinem Vortrag los und (nahezu) jeder hörte ihm gespannt zu. Der Vortrag beinhaltete viele Informationen über seine Arbeit als Forscher zum Thema, und die Methodik die er und seine Wissenschaftlergruppe sich erarbeitet hatten.

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Gastbesuch von Schwester Yvonnne Bambara

Am Dienstag, 17.10. 2017 besuchte Schwester Yvonne Bambara die Klasse 5b, 11 und 12 von Frau Weisbrodt im kath. Religionsunterricht. Sie wurde vom Hilfswerks missio München aus dem diesjährigen Partnerland Burkina Faso eingeladen.

Burkina Faso bedeute "Land der aufrechten Menschen". Allerdings ist das Land sehr arm, ungefähr die Hälfte der 20 Millionen Einwohner, lebt unter der absoluten Armutsschwelle. Burkina Faso ist eine ehemalige französische Kolonie, deshalb spricht Schwester Yvonne fließend französisch. Theresa Rückner begleitete sie und war als Übersetzerin zur Stelle.

Schwester Yvonne leitet in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt Burkina Fasos, ein Zentrum in dem Mädchen und Frauen auch aus Nachbarländern in Not Zuflucht finden. Sie flüchten beispielsweise aus Zwangsverheiratung, Prostitution und Menschenhandeln. Das ist für die Mitarbeiterinnen im Zentrum nicht immer ungefährlich, Schwester Yvonne macht aber klar: "Frauen und Mädchen dürfen keine Handelsware sein! Wir riskieren etwas, aber wir wollen Leben retten, deshalb haben wir keine Wahl."

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Themenübersicht und Lehrbücher evangelische Religion Klassen 5-10

2017 08 Relibuch1

Kernthemen Klassenstufe 5: Wir leben und lernen zusammen – Land und Leute zur Zeit Jesu – Begegnungen mit der Bibel – Feste bei uns und anderen: Das Kirchenjahr.

Kernthemen Klassenstufe 6: Gottes Schöpfung – Von Helden, Rettern und Königen: Israel erinnert sich – Meine Konfession/deine Konfession – Menschen fragen nach Gott/Jesus, Hoffnung auf eine bessere Welt

Lehrbuch für Klassenstufen 5 und 6: Das Kursbuch Religion 1, Arbeitsbuch für den Religionsunterricht im 5./6. Schuljahr, ISBN 978-3-425-07825-0
Bibelausgabe für alle Klassenstufen: Die gute Nachricht für Teens, Deutsche Bibelgesellschaft, ISBN 978-3-438-01649-2 (einmalig anzuschaffen in Klasse 5)

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Auf jüdischen Spuren in Speyer

Am Dienstag, 13. Juni 2017, unternahmen die Religions- und Ethikklassen 7ab in Begleitung von Frau Weisbrodt, Frau Friedberg und Frau Neuner eine Exkursion zu den jüdischen Spuren in Speyer.

Wir, die katholische Religionsklasse, wurden am Dom von unserer Gästeführerin Sabrina Albers abgeholt. Zuerst hat sie uns in die alte, schon fast komplett zerstörte Synagoge geführt und dort über die Geschichte des Judentums in Speyer informiert. Frauen und Männer beteten getrennt. Außerdem wurde diese Synagoge nicht von den Juden selbst erbaut, weil sie in dieser Zeit nicht das Recht hatten, als Handwerker tätig zu sein.

Direkt neben der Synagoge führte eine lange Treppe aus Sandsteinen tief hinunter in das Kaltbad, die Mikwe. Die Treppenstufen hatten absichtlich eine unterschiedliche Größe, da die Juden davon überzeugt sind, dass nur Gott perfekte Dinge schaffen kann. Wir durften die Treppenstufen ganz hinunter bis vor das Wasserbecken treten. Wenn man sich dort reinigen wollte, legte man die Kleidung ab und tauchte komplett unter.

Danach sind wir mit ihr durch die Maximiliansstraße gelaufen: Dort hat sie uns gezeigt, welche Gebäude ursprünglich jüdischen Familien gehörten, es war fast jedes dritte Haus. Danach sind wir zur neuen Synagoge gegangen. Wir Jungs sollten uns mit einer Kippa die Köpfe bedecken, als Zeichen dafür, dass eine höhere Macht über uns steht. Anschließend hat sie uns erklärt, wie jüdische Gottesdienste ablaufen und wo die Tora, die heilige Schrift der Juden, aufbewahrt wird. Um den Raum zu heiligen, hängen Juden eine Mesusa an den Eingang.

Exkursion ins Bibelhaus

Nur noch 10 Tage bis zu den Sommerferien! Die Noten stehen fest und wir Schülerinnen und Schüler der ev. Religionsgruppe 5b/c von Frau Friedberg konnten bei heißen 30° eine Exkursion zum Bibelhaus nach Neustadt unternehmen. Das Bibelhaus befindet sich in der Stiftsstraße oberhalb des Krankenhauses Hetzelstift und stellt u.a. verschiedenste Bibeln aus. Es gibt handgeschriebene und gedruckte, große und selbst die kleinste Bibel der Welt ist zu sehen – auf einem Chip, der nur durch das Mikroskop zu erkennen ist. Am Wertvollsten ist vielleicht die Bibel „Martin Luthers letzte Hand“, eine von Luther persönlich geschriebene Übersetzung. Neben den Bibeln gibt es dort eine alte Druckerpresse, mit der wir ein Blatt aus der Bibel selbst drucken konnten. Auch Federkiele haben wir ausprobiert, jedoch konnte man damit nicht so gut schreiben, wie mit einem Füller. So interessant das Bibelhaus auch war, bei 30° freuten wir uns am Ende alle auf das Schwimmbad.

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Grundkurs Religion besucht Landeskirchenrat in Speyer

Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 beschäftigten wir, der evangelische Religionskurs von Frau Friedberg, uns mit dem Thema Religion und Kirche. Als abschließendes Projekt diente uns die Plakatreihe der Öffentlichkeitsinitiative der Evangelischen Kirche der Pfalz "Heimat / Kirche / Pfalz".

Da es Frau Friedberg wichtig war, uns nicht nur theoretisch zu informieren, organisierte sie eine Exkursion zum Landeskirchenrat in Speyer und vereinbarte ein Treffen mit dem stellvertretenden Kirchenpräsidenten Michael Gärtner. Nach einem freundlichen Empfang äußerten wir Kritik an den Motiven der Plakate der Evangelischen Kirche. Zum Beispiel wurde ein persönlicherer Bezug durch Menschen im Bild oder Gegenstände, die eine heimatliche Atmosphäre schaffen, gewünscht. Anschließend stellten wir unsere Plakate vor, die wir zuvor entworfen hatten. Unsere Plakate, die sehr gut gelungen seien, werden an den Kirchenrat Wolfgang Schuhmacher, den Öffentlichkeitsreferenten der Landeskirche, weitergereicht.

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Paulo, Renu und Mercedes…

… heißen die 3 Jugendlichen, deren Lebensschicksale in der Ausstellung missio for life vom 25.-28. Oktober thematisiert wurden.  Die Geschichten greifen auf wahre Begebenheiten zurück. Insgesamt 10 Klassen/Kurse des KRG konnten die Ausstellung besuchen. Die Klasse 10 c/d kath. Religion war besonders begeistert: „Ich kann diese Ausstellung auf jeden Fall weiterempfehlen, da man mit modernen Medien arbeitet und die Schicksale richtig nachempfinden kann. Man versteht die missliche Lage viel besser, als wenn man nur einen Vortrag hören würde. Insgesamt war es die beste, spannendste und coolste Ausstellung für Jugendliche, in der ich je war“, sagte Johanna.

Im Beispiel von Renu ging es um den Wert der Frau: Die aus Indien stammende junge Frau wurde mit der traditionellen Mitgift an von ihren Eltern ausgewählten Mann verheiratet. Renu stand unter großem Druck, der neuen Familie Ehre zu machen und die Mitgift wert zu sein, die noch immer bei der Hochzeit gezahlt wird. Ist dies nicht der Fall, wird man wie im echten Leben von Renu oft einfach aus dem Weg geschafft: Ihre Schwiegermutter versuchte sie zu verbrennen und es wie ein Küchenunfall aussehen zu lassen. Renu überlebte glücklicher Weise und fand bei einem Projekt von missio für misshandelte Frauen Schutz, nachdem sie selbst von ihrer eigenen Familie verstoßen wurde.
Mercedes stammt aus einer Blechhütte auf den Philippinen. Sie durfte nicht zur Schule gehen, sondern musste sich um den Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmern. Von ihrem alkoholsüchtigen Vater wurde sie eines Tages in Hoffnung auf ein besseres Leben und Einkommen für wenig Geld weggegeben, gelangte allerdings in ein Bordel, wurde zur Prostitution gezwungen, vergewaltigt und erwartete schließlich ein Kind. Sie floh und wurde schließlich von einer Ordensschwester aufgenommen.

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Warum zeigen Sie ihren Studenten das Leben auf dem Müllberg?

Das war eine der häufigsten Fragen an den philippinischen Vinzentinerpater und Theologieprofessor Daniel Pilario, der am 6. und 7. Oktober 2016 bei uns am KRG zu Gast war. Daniel Pilario geht mit seinen Theologiestudenten immer nach Payatas, einem der größten Müllberge im Großraum Manilas, da er der Überzeugung ist, dass Theologie – also die Lehre von Gott – nicht nur bloß Theorie bleiben darf, sondern immer auch konkret werden muss. Er unterstützt die Menschen dort vor Ort, feiert mit ihnen Gottesdienst und hat ein offenes Ohr für ihre Anliegen. In Zusammenkünften mit dem Bürgermeister und anderen Behörden setzt er sich für die Anliegen der Bewohner, die umgesiedelt werden sollen, ein und versucht ihnen im Sinne der Anwaltschaft Gehör zu verschaffen.

Am Donnerstagvormittag, dem 6. Oktober, hatten mehrere Klassen und Kurse die Gelegenheit genutzt, Daniel Pilario direkt Fragen zu seinen Projekten zu stellen:

  • Was motiviert Sie zu helfen?
  • Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie bisher bei Ihrer Arbeit auf dem Müllberg erreichen konnten?
  • Wie reagieren die Menschen vor Ort auf Ihre Projekte?
  • Gibt es eine lohnenswerte Perspektive für die Menschen auf dem Müllberg?
  • Was hat sich bisher durch missio-Spenden verändert?
  • Wie gehen Sie mit dem Anblick des Leids der Menschen in Payatas um?
  • Was war bisher für Sie das erschreckendste Erlebnis auf dem Müllberg?
  • Was ist Ihre Meinung zum neuen Präsidenten Duterte?
  • Wie ist die aktuelle Lage auf den Philippinen?
  • Was müsste die Regierung unternehmen, um das Leben der Menschen dort zu schützen, ihren Lebensraum für die Zukunft zu retten?
  • Was mögen Sie am meisten an Ihrer Heimat, den Philippinen? Was mögen Sie am meisten an Deutschland?

Trotz der teils bedrückenden Themen, waren die Schüler begeistert von Danny Pilario und seinem Einsatz, sodass viele auch noch über die offizielle Veranstaltungszeit hinaus mit ihm ins Gespräch kommen wollten. Einige fragten beispielsweise, ob sie die Taschen, welche Frauen auf dem Müllberg Payatas aus recyceltem Plastikmüll in Handarbeit fertigen, kaufen könnten – eine Idee, die sich vielleicht in Zukunft verwirklichen lässt.

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Besinnungstage vom 21. – 23. April 2016

Wer bin ich? Was macht mich aus? Mit diesen und noch anderen Fragen beschäftigten wir uns auf den Besinnungstagen.

Am Mittag des 21. Aprils, versammelten sich 23 schwerbepackte Schüler/innen der zwölften Jahrgangstufe im Raum 112, um die letzten Details der anstehenden Besinnungstage zu besprechen. Den Einstieg hierfür bildete eine Dokumentation über die Geschichte des Islam. Das Thema „Islam“ hatten wir uns als Schwerpunktthema für die Besinnungstage gewählt. Danach machten wir uns mit dem Zug auf den Weg zu der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Dort erwartete uns Herr Ulrich Schäfer, um uns in der Moschee herumzuführen. Nachdem uns der vielbereiste Theologe aufforderte, alle Fragen, die uns beschäftigten, zu stellen, gab es kein Halten mehr: Es folgte eine erkenntnisreiche Diskussion, bei der die geschichtlichen Gemeinsamkeiten der drei Weltreligionen deutlich wurden. Auch die Rolle der Frau im Islam und die jeweiligen extremistischen Tendenzen der verschiedenen Religionen wurden zur Sprache gebracht. Herr Schäfer, der lange Zeit in Amerika und Japan gelebt hatte, überzeugte durch sein breitgefächertes Fachwissen. Es wurde immer wieder deutlich, dass die Moschee seit Jahrzehnten ein Ort des Austauschs ist: Hier kommen sich verschiedene Kulturen durch Dialog näher und Vorurteile können beseitigt werden.

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