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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Am 16.11. sind wir, also 7 Schülerinnen des KRG und ein paar weitere von anderen Schulen, wie der RS+ Böbig, im Rahmen der AG Care4Future zum Vortreffen ins Marienkrankenhaus Hetzelstift gegangen. Dort wurden wir herzlich vom Leiter des Bildungszentrums, Herrn Horvath, begrüßt und anschließend durch das Krankenhaus geführt. Gezeigt wurden uns unter anderem die Frauenstation und die Notaufnahme.

Danach teilte man uns in Gruppen auf und wir durften verschiedene „Workshops“ durchlaufen. Diese wurden von verschiedenen sozial und gesundheitlich engagierten Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Theodor-Friedrich-Haus oder dem Hetzelstift selbst, angeboten. Wir lernten, wie man bettlägerige Menschen lagert, was Validation ist und wie der Umgang mit Menschen mit Parkinson ist. Als uns gezeigt wurde, wie man Blutdruck misst, haben wir uns ziemlich erschreckt, weil die Übungspuppe atmete, Herzschlag hatte und reden konnte. Noch dazu sah sie nicht gerade liebenswürdig aus. Wundversorgung und das Thema Demenz standen ebenso auf der Agenda. Danach gab es noch eine kurze Besprechung mit einer Rückmeldephase.

Es war insgesamt sehr interessant sowie informativ und wir freuen uns bereits auf den Beginn der AG-Phase ab dem 06.02.2017, wobei wir im 2. Halbjahr mehrere Einrichtungen der Pflege und Altersheime sowie das Hetzelstift besuchen werden, um durch nachmittägliche Praktika Erfahrungen im Gesundheitswesen zu sammeln.

 


care4future: Neustadt nimmt am landesweiten Projekt zur Nachwuchssicherung teil

In dem Nachwuchssicherungsprogramm des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie bilden Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft Netzwerke mit Pflege- und allgemeinbildenden Schulen.

Das Ziel ist, Schüler/innen für den Beruf der Pflege zu interessieren, durch freiwillige Pflege-AGs und durch das Implantieren von Wahlpflicht-Kursen Pflege und Gesundheit an allgemeinbildenden Schulen.
Dabei steht das peer-to-peer-learning im Mittelpunkt: die Schüler/Innen werden von Auszubildenden angeleitet.

Im Rahmen des Landesprojekts hat sich in Neustadt das bisher größte Netzwerk gegründet mit dem Bildungszentrum und unserem Klinikum, dem Caritas-Altenzentrum St. Ulrich, dem LVIM (Theodor-Friedrich-Haus in Haßloch), dem AWO Seniorenhaus Lambrechter Tal (Lambrecht) und der DRK-Schwestern- schaft Rheinpfalz-Saar e.V. Kooperierende Schulen sind das Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium sowie die Realschulen Plus in Neustadt und Lambrecht.

Bei der Kick-Off-Veranstaltung am 16. November erwarteten die Schüler nach einem Klinik-Schnelldurchlauf sechs Lernstationen: C-Griff, Defibrillator und Atemmaske kamen bei Matthias Vogel-Heim vom Bildungszentrum zum Einsatz.

An einer weiteren Station des Bildungszentrums wurden Hände und (unechte) Wunden desinfiziert, versorgt und professionell verbunden: zwei Pflegeschülerinnen hatten sich mittels Wundenkoffer recht spektakulär auf die Besucher vorbereitet.

Dekubitusentstehung und Maßnahmen zur Vermeidung war das Thema des Altenheims St. Ullrich. Drei Auszubildende erläuterten, wie schnell und warum ein Dekubitus entsteht. Im Anschluss wurde die 30°-Lagerung demonstriert.

Was zunächst wie ein harmloser Stuhlkreis aussah, entpuppte sich als die wohl „emotionalste“ Lernstation: in zwei Rollenspielen verdeutlichten die Kollegen vom Theodor-Friedrich-Haus Haßloch, wie das eigene Verhalten auf einen aufgeregten, dementen Patienten wirkt und was unprofessioneller Umgang bei solchen Patienten auslösen kann.