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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Was es mit Monte Carlo in der Mathematik auf sich hat, das untersuchte der Mathematikkurs der diesjährigen Deutschen Schülerakademie Torgelow I (20.07-05.08.2017). Als Teilnehmerin der Akademie erwarteten mich neben einem sehr interessanten und intensiven Kurs auch diverse Möglichkeiten der Freizeitgestaltung auf dem Internatsgelände des Schlosses. Im Kurs wurde insbesondere das Modellieren von Zufallsexperimenten fokussiert, dabei geht es vor allem darum ein Zufallsexperiment möglichst oft zu wiederholen und dadurch möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten.
Nachdem im morgendlichen Plenum immer der anstehende Tag besprochen wurde, wurde in den Kursen das gewählte Kursthema vertieft. Anschließend folgte nach dem Mittagessen schon die erste Schiene der kursübergreifenden Aktivität. Diese konnte nach Belieben gestaltet werden. Jedem war es möglich eine Aktivität anzubieten, wodurch ein vielfältiges Programm entstand. Neben musischen Angeboten, wie zum Beispiel der große Chor oder auch kleineren Ensembles wie einem Vokalensemble und kleineren Instrumentalensembles, durfte natürlich auch der Sport nicht fehlen. Dafür bot das Internatsgelände die vielfältigsten Räumlichkeiten: Neben einem Beach-Volleyballfeld, dass nahezu jeden Mittag (bei entsprechendem Wetter) in Benutzung war, waren auch Tennis- und Fußballfelder nicht weit.

 

Aber auch einfach das Sonnegenießen am See mit entsprechender Erfrischung ließ die Mittagszeit schnell vorrübergehen. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen folgte eine weitere Kursschiene. Unser Kurs beschäftigte sich zu Beginn der zweieinhalb Wochen zunächst mit den Grundlagen der Stochastik. Zur Vertiefung wurden im Vorfeld vorbereitete Vorträge von den Teilnehmenden zu den verschiedensten Themen gehalten. Diese behandelten neben Themen der analytischen Mathematik über informatische Schwerpunkte auch Themen der mathematischen Philosophie. Insbesondere Letzteres stellte auch einen Schwerpunkt unseres Kurses dar, denn gerade die Interpretation des Zufalls oder auch überhaupt die Diskussion über dessen Existenz warf vielschichtige Fragen auf. Natürlich durfte auch die reine Mathematik nicht zu kurz kommen, sodass ein wichtiger Bestandteil beispielsweise auch der Beweis des schwachen Gesetzes der großen Zahlen war.
Nach dem Abendessen war dann der Rest des Tages wieder frei für die unterschiedlichsten und auch immer wechselnden Freizeitaktivitäten. Diese waren teilweise ähnlich wie in der Mittagszeit, konnten aber auch ganz davon abweichen. So wurde beispielsweise ein Tanzabend oder auch ein Abend am Lagerfeuer veranstaltet. Der ein oder andere wurde aber auch ganz gerne einfach mit Gesellschaftsspielen gefüllt.

Durch einige Besonderheiten wurde im Laufe der 17 Tage der normale Akademiealltag durchbrochen. Relativ zu Beginn der Zeit wurde so ein Exkursionstag veranstaltet, an dem sich alle der überall aus Deutschland (teilweise auch weiter weg) stammenden Akademieteilnehmer zu den verschiedensten Zielen aufmachten. Die ein oder andere Exkursion viel dann aufgrund eines ausgiebigen Regentages wortwörtlich ins Wasser. So waren wir Kanuten nach unserer mehrstündigen Tour über die Seen der Mecklenburgischen Seenplatte sehr durchnässt.

Die Halbzeit der Akademie bildete dann die sogenannte Rotation. Dieser Tag ermöglichte es anderen kursfremden Teilnehmern ihren Kurs durch einen Kurzvortrag vorzustellen, aber sich auch über die Kursinhalte der anderen zu informieren. Anschließend folgte am Abend ein großes ausgiebiges Sporttunier. Bei einem Völkerballtunier traten die sechs verschiedenen Kurse und das Akademieleitungsteam (Kursleiter und Akademieleitung) gegeneinander an. Der Abend klang dann durch eine sich daran anschließende Party aus.

Ein weiteres Highlight war auch das krönende Abschlusskonzert, indem alle Ensembles die Möglichkeit hatten das in den zweieinhalb Wochen Erarbeitete, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Um auf das Konzert aufmerksam zu machen, durften wir vorher einen Gottesdienst musikalisch gestalten. Während dort eher sakrale Musik im Vordergrund stand, konnte am Konzert ein bunter Mix verschiedener Musikrichtungen präsentiert werden. Von klassischen Werken über Klangexperimente bis hin zu allseits bekannten Schlagern wie "Hit the road, Jack" war alles dabei.
Alles in allem war diese Akademiezeit eine Zeit voller genialer Erfahrungen, neu gewonnenen Freunden und vielen unvergesslichen Erlebnissen!