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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

105 Schüler der 11. Jahrgangsstufe haben ihr Berufspraktikum erfolgreich bewältigt. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind in einer Ausstellung die Praktikumsplakate, die Beschreibung der Berufsbilder und die Bewertung ausgehängt. Unsere Schule bedankt sich bei allen Unternehmen, die unsere Schülerinnen und Schüler in dieser zweiwöchigen Praktkiumszeit begleitet haben.
Josephine Bomke und Natascha Müller berichten von ihren Erfahrungen beim Praktikum in der Siegmund-Crämer- Schule:

„Es ist normal, verschieden zu sein, denn jeder Mensch ist einzigartig.“

Mit diesem Gedanken beendeten wir unser Praktikum. Zwei Wochen unterstützten wir jeweils eine Klasse der Mittelstufe in der Siegmund-Crämer-Schule in Bad Dürkheim. Dies ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung (Förderschule), in der die Schüler auf ein sinnerfülltes und möglichst selbstständiges Leben vorbereitet werden. Zurzeit besuchen 78 Schüler die Schule der Lebenshilfe, wobei die Spannbreite der geistigen Beeinträchtigungen unterschiedlich ist.

Wir gingen ohne große Erwartung in dieses Schulpraktikum, was uns das Kurfürst- Ruprecht- Gymnasium ermöglicht hatte, zum einen waren wir gespannt, was auf uns zukommt, zum anderen wollten wir etwas Neues kennenlernen und Erfahrungen sammeln. Von Anfang an wurden wir herzlich aufgenommen und gleich mit einbezogen. Wurden aber als Praktikanten weniger als Autoritätspersonen, sondern eher als Spielkameraden von den Kindern wahrgenommen. In unseren jeweiligen Klassen wurde uns der strukturierte Ablauf mit Stundenplänen geschildert.

In den zwei Wochen unseres Praktikums haben wir unglaublich viel dazu gelernt. Situationen, die anfangs für uns unangenehm waren, wurden unser Alltag und mit der Zeit lernten wir damit umzugehen. Wir bemerkten, dass wir die Kinder nicht als Beeinträchtige behandelten, sondern wie jeden anderen Menschen. Dabei wurde uns bewusst, dass viele Vorurteile, gegenüber den Menschen mit Beeinträchtigung, nicht der Wahrheit entsprechen. Auch waren wir von den individuellen Fähigkeiten der Schüler beeindruckt, die oft ihre ganz eigenen Stärken haben. Die Kinder sind uns mit der Zeit an das Herz gewachsen, jeden Morgen standen wir mit einer Vorfreude auf den kommenden Tag auf, was uns aber den Abschied noch mehr erschwerte. Wir, als Schülerinnen des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium, sind froh, dass wir die Möglichkeit hatten, dieses Praktikum auszuführen und Erfahrungen sammeln konnten.