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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Vom 4.-6. Juli waren wir, die Schüler der Römer-konkret-AG mit der Leitung von Frau Weisbrodt in der Römerstadt Xanten unterwegs. Als Begleitpersonen stellte sich Frau May zur Verfügung. Außerdem waren bei den insgesamt 32 Teilnehmern noch weitere Schüler der Klassenstufen 5, 6, 7, und 9 dabei, die sich für die Fahrt interessierten.

Montags morgens fuhren wir mit einem Reisebus um 7:40 Uhr vor der Schule los und kamen ca. um 13 Uhr in Xanten in der Nähe der niederländischen Grenze an. Wir waren gleich erstaunt über die schöne Landschaft und den großen See, den „Südsee“ direkt an unserer Jugendherberge. Dazu hatten wir noch sonniges Wetter mitgebracht. Nachdem wir zu Mittag gegessen und unsere Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auch schon auf den Weg zum Römermuseum. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durften daraufhin durch eine Führung in die Welt der Römer eintauchen. Hier hatten wir auch Gelegenheit, die Rüstung der Römer anzuprobieren. So ein Helm und besonders auch das Gepäck konnte einiges wiegen! Abends spielten wir noch zusammen römische Spiele wie beispielsweise das Delta-Spiel bei dem Wurfgeschick gefragt war. Auch das Orca-Spiel, bei dem man mit einigem Abstand Holzwürfel in die schmale Öffnung einer Amphore werfen musste, sorgte für Wettkampfstimmung.

 

Am nächsten Morgen waren wir schon früh auf den Beinen, weil wir den Tag im archäologischen Park verbringen wollten. Dort stellten wir selbst römische Münzbilder aus rotem Wachs her, auf denen früher meist Kaiser oder Tempel abgebildet waren. Bei uns schaffte es aber auch Medusa erstaunlich häufig auf die Münze. Danach machten wir in kleinen Gruppen eine Rallye, die uns durch den gesamten Park führte: Hier konnte man die Rekonstruktion eines Tempels, einer Stadtmauer mit ihren begehbaren Türmen, ein nachgebautes Katapult, Werkstätten und vieles mehr bestaunen. In der Latrine erledigten die Römer ihre Geschäfte und in den Thermen – ein Vorbild unserer heutigen Wellness-Oasen – konnten sie sich erfrischen und baden. Erstaunlich fanden wir, dass die Tempel damals bunt bemalt und geschmückt waren. Aber am meisten in Erinnerung wird uns das rekonstruierte Amphitheater bleiben, in das schon damals 10 000 Menschen – die ganze antike Stadt Xantens – passten. Heutzutage wird es für Freilichttheater und -konzerte genutzt, aber auch die ZDF-Sendung „Wetten-dass???“ hatte hier ihren ersten Freilichtauftritt.

In der Freizeit ließen natürlich auch die großen Schüler die zahlreichen Gelegenheiten nicht aus, die Spielflächen auszuprobieren.  Anschließend durften wir in der römischen Herberge römisches Essen kosten: Das typisch gewürzte Mostbrötchen kam bei den meisten gut an, die „Lukanischen Würstchen“ dagegen trafen aufgrund der starken Würzung nicht so sehr unseren Geschmack. Die gekochten Eier mit Pinienkern-Dattelsoße waren ganz lecker. Mit dabei war natürlich auch die Fischsoße, die – wie bei uns der Ketchup – ständiger Begleiter war. Im Keller der Herberge konnten wir sehen, wie zur Römerzeit die Waren in Amphoren aufbewahrt wurden. In einer abschließenden Führung zeigte uns eine Expertin noch Details, die wir in der Rallye noch nicht entdeckt hatten. Zum Abschluss des Tages grillten wir zusammen im Atrium unserer Jugendherberge. Nach dem Essen ließen wir den Abend noch gemütlich bei Wikingerschach und „Psychiater“ ausklingen.

Mittwochs morgens ging es früh los mit Koffer packen und frühstücken. Danach hatten wir einen schönen Tag in der Xantener Altstadt, wo wir eine alte, noch funktionstüchtige Mühle sowie den Dom besichtigten. Etwa um 15 Uhr fuhren wir dann letztendlich wieder nach Neustadt zurück und wurden dort auch schon von unseren Familien sehnsüchtig erwartet. Nur ein Verbesserungsvorschlag gab es von den Eltern: Solche Fahrten sollten viel länger und häufiger angeboten werden! Noch heute erinnern wir uns gerne an diese schöne Fahrt und bedanken uns dafür herzlich. Wir hoffen, dass wir das alles nächstes Jahr noch einmal erleben dürfen!