23
März

Nagellackdesigns

Ich möchte euch über das Thema Nagellack informieren. Ich selbst trage eigentlich immer Nagellack. Als ich mir überlegt habe, wie ich diesen Artikel beginnen kann, dachte ich mir, dass es vielleicht ganz interessant sei, etwas über die Geschichte des Nagellacks zu erfahren. Ich selbst wusste vieles nicht, da ich mich nie mit der Geschichte befasst hatte, sondern nur wusste, dass es Nagellack gibt und ich ihn mag. Hier also zunächst ein paar Fakten:

  • Nagellack besteht hauptsächlich aus:
  • Die ersten Nagellacke gab es in den 1920 Jahren von der Firma Revlon (heute in Deutschland nicht mehr erhältlich) (www.wikipedia.de).
  • Die lackartige Form, die für den Nagellack genutzt wurde, war vorher nur in der Autoindustrie bekannt.
  • Nachdem die Farbenvielfalt vergrößert wurde, entwickelte die Industrie viele Extras für Nägel (Unterlack, Überlack, aufklebbare Nagelspitzen)
  • Die erste knallige Farbe Rot wurde durch Rita Hayworth bekannt (damaliger Preis: 0,75€).
  • Nach Ende des 2. Weltkriegs (1945) wurde die Farbenvielfalt ein weiteres Mal vergrößert (www.beautesse.at).
  • Die langweilige Einfarbigkeit der Nägel wurde durch die Arbeit geschulter Nageldesignerinnen revolutioniert, da diese Nägel zu Kunstwerken werden lassen (1980).

 

Jetzt, wo ihr ein wenig über die Geschichte des Nagellacks informiert seid, kommen wir zum eigentlich interessanten Teil.

Was brauche ich, um mir die Nägel zu lackieren?

Empfehlenswert ist die Verwendung eines Unterlacks, da sich durch diesen die unschöne Gelbfärbung vermeiden lässt. Ohne Unterlack dringen Farbpigmente des Nagellacks in den Nagel ein. Zudem bekommt der Nagel kein Licht und kann nicht atmen. Besonders stark tritt dieses Problem bei sehr dunklen Lacken auf. Es gibt sehr viele Arten des Unterlacks. Für fast jedes Problem ist ein Unterlack zu finden, für rissige Nägel, für gelbgefärbte Nägel einen optischen Aufheller, oder einfach einen Unterlack für normale Nägel.

Als Nächstes ist natürlich eine Nagellackfarbe wichtig. Hier ist eine fast unendlich große Auswahl in allen Preisklassen vorhanden. Inzwischen ist die Qualität der sehr günstigen Nagellacke allerdings fast identisch mit der der sehr teuren Nagellacke. Interessant für viele Nagellacknutzerinnen sind die Möglichkeiten, den Nagellack schneller trocknen zu lassen, da das Nageldesign für jeden Schritt weniger Zeit in Anspruch nimmt (die Zeit zum Trocknen fällt weg). Eine Möglichkeit hierfür ist ein Spray, das auf die frisch lackierten Nägel aufgesprüht wird. Ein anderes effektives Mittel sind Nagellack- Schnelltrocknertropfen. Diese werden auf den noch nassen Nagellack getropft und innerhalb weniger Sekunden ist der Nagellack getrocknet.

Unterlack, Überlack und Nageltrocknertropfen

Unterlack, Überlack und Nageltrocknertropfen

Als Abschluss ist es sinnvoll, einen Überlack aufzutragen, da der Nagellack so länger hält. Auch hier gibt es verschiedene Überlacke, als einfaches Beispiel den normalen Überlack, der dem aufgetragenen Lack noch mehr Glanz verleiht. Etwas auffälliger ist der Mattlack, der jedem Lack, wie der Name schon sagt, ein mattes Finish verleiht.

 

 

 

 

Welche Möglichkeiten gibt es, mir meine Nägel aufwendiger zu lackieren?

Etwas aufwendig:

Hier folgt auf den eigentlichen Nagellackauftrag ein weiterer Schritt. 15- 30 Minuten müssen mindestens eingeplant werden, da es vor allem am Anfang schwer ist, seine Nägel zu verzieren. Es ist sinnvoll, ein Dottingtool zu besitzen, welches auch durch die Spitze eines Bleistifts oder das runde Ende eines bobby pins (Haarspange) ersetzt werden kann. Als einfacher Beginn können auf den Nägeln Punkte wild durcheinander aufgetragen werden, um den Umgang mit diesem Tool zu erlernen. Etwas anspruchsvoller sind Striche, die gerade über den Nagel verlaufen. Um dies zu erreichen, können 2 Tesafilmstreifen im gewünschten Abstand auf den Nagel geklebt werden. Wenn man keine Lust hat, Punkte oder Designs selbst zu malen, gibt es Aufkleber für die Nägel, mit denen ein schönes Ergebnis trotz wenig Arbeit erreicht werden kann.

Sehr aufwendig:

Dottingtool und Pinsel

Dottingtool und Pinsel

Um sehr auffällige Designs zu gestalten, sollten mindestens 2 Stunden eingerechnet werden. Man sollte mit dem Umgang von Dottingtool und Pinsel vertraut sein, da diese Werkzeuge sehr häufig verwendet werden. Um Anregungen und Anleitungen zu finden, kann das gewünschte Motiv für das Design auf YouTube eingegeben werden. Anfangs ist es zu empfehlen, die Designs nur anzufangen, wenn es eine verständliche Anleitung gibt. Später können auch Bilder als Vorlage genutzt werden. Je auffälliger die Designs aussehen, desto schwerer sind diese meistens auch. Mit etwas Übung kann aber jedes Design bewältigt werden.

Nun ein Beispiel für ein nicht allzu schweres Design, welches aber doch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Eingeplant werden sollten ca. 1 ½ Stunden.

  • Falls noch Nagellack auf dem Nagel vorhanden ist, diesen entfernen, anschließend den Nagel mit einem
    Unterlack

    Unterlack

    Unterlack vorbereiten.

  • Wenn dieser Unterlack getrocknet ist, folgt das Auftragen einer Farbe eurer Wahl. Lasst diese Schicht besonders gut trocknen.
  • Nun geht es um das eigentliche Design. Da ich keinen Pinsel habe, der sich für das Design eignet, habe ich mir selbst einen gebastelt, in dem ich einen ganz normalen Borstenpinsel abgeschrägt habe. Um den richtigen Dreh für die Blumen zu erlangen, empfehle ich, die Blumen zunächst auf ein Blatt Papier zu malen. Bei der Farbwahl sind auch hier keine Grenzen gesetzt.

    abgeschrägter Pinsel, Farbe Rot nehmen, Farbe Weiß nehmen, Blume anfangen, Blume weitermachen, Blume auf Papier fertig

    abgeschrägter Pinsel, Farbe Rot nehmen, Farbe Weiß nehmen, Blume anfangen, Blume weitermachen, Blume auf Papier fertig

  • Wenn das einigermaßen gut klappt, könnt ihr die Blumen auf eure Nägel übertragen.
  • Zum Schluss noch einen Klarlack auftragen und die eventuellen Nagellackreste von der Haut entfernen. Dann ist das Design ist vollendet.

Franziska Brückner, 10d

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