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Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Neustadt a.d. Weinstraße

Auf gleich zwei Termine können sich die Extraklasse-Teilnehmer im Januar freuen: Am Di., 23.1.2018 wird im Saalbau in NW "Der gute Mensch von Sezuan" von Berthold Brecht aufgeführt, am Sa., 27.1.2018 die Oper "Aida" von Giuseppe Verdi im Nationaltheater Mannheim.

Der gute Mensch von Sezuan

23.1.2018 (Dienstag), Saalbau Neustadt. Einführung um 19.00 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr. Nachbesprechung mit Schauspielern im Anschluss im „Aqua“

Wir stehen selbst betrübt und sehn betroffen | Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

Der Himmel ist besorgt wegen der vielen Klagen, die zu ihm aufsteigen, und so entschließt man sich, eine kleine Abordnung zur Erde zu schicken, um die dortigen Verhältnisse zu überprüfen. Einzig die Hure Shen Te erweist sich als gütig genug, die drei hohen Besucher trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse bei sich aufzunehmen. Zum Dank schenken die Götter ihr ein bisschen Kapital, mit dem Shen Te einen Tabakladen eröffnen kann. Aber ihr bescheidener Wohlstand ruft nun andere auf den Plan: Immer drängender werden die Bitten ihrer Mitmenschen, immer fordernder werden die von ihnen angemeldeten Begehrlichkeiten. Mit dem Rücken zur Wand entschließt sich Shen Te dazu, sich selbst ein Alter Ego zu erschaffen. In Gestalt ihres angeblichen Vetters Shui Ta kann sie ihre eigenen Interessen vertreten, er ist den Forderungen der anderen gegenüber um einiges rigoroser als sie selbst. Der Laden floriert. Je skrupelloser jedoch Shui Ta am Ausbau des Wohlstandes arbeitet, umso lauter werden die Stimmen, die sich Shen Te zurückwünschen.

Bertolt Brechts Klassiker stellt heute mit einer fast erschreckenden Klarheit und Aktualität anhand der Parabel über die Provinz Sezuan die Frage danach, wie ein moralisch gutes Leben in einer  Gesellschaft, die an die niedrigsten Triebe appelliert, gelingen soll.

 

Aida

27.1.2018 (Samstag), Nationaltheater Mannheim. Abfahrt Böbig 18.00 Uhr, Beginn Mannheim 19.30 Uhr, Rückkehr Böbig ca. 24.00 Uhr

Oper in vier Akten in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Giuseppe Verdi kann selbst aus einem letzten Lebenshauch ein Duett komponieren, das sein Publikum über Generationen in Atem hält. Die Geschichte der schönen Sklavin, die sich in Zeiten des Krieges gegen das eigene Volk nach der Liebe des Kriegsführers sehnt, versteht Regisseur Roger Vontobel als zeitlose Parabel über die Reibung zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Feinde und Freunde tragen hier wechselnde Masken, zwischen Ritus, Gemeinschaft, Exzess und Gewalt gibt es keine Macht, die das Chaos lichten könnte. Nicht allein im exotisch fernen Ägypten, sondern überall auf der Welt ereignet sich Aidas Tragödie, und so kann es kein Zufall sein, dass das Werk während der faschistischen Angriffskriege gegen Abessinien von Mussolini verboten wurde.

Gemeinsam mit Bühnenbildner Palle Christensen und Kostümbildnerin Nina von Mechow schafft Vontobel eine Welt, die uns seltsam vertraut und zugleich völlig entrückt ist. Eine Welt, in der der Klang einer erstickenden Stimme so schön sein kann wie das Gefühl, zum ersten Mal verliebt zu sein. – Mit der Premiere von Aida feiert Alexander Soddy seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor des NTM.
 
Dauer: 3 Stunden, inkl. einer Pause